Mittwoch, 22. November 2017

Bischof Athanasius Schneider nach Angriff auf SOS LEBEN: Dieser Angriff ist eine Auszeichnung für Sie

Sehr geehrter Herr von Gersdorff!

Mitten in der Nacht und anonym wurde ihr Büro in Frankfurt angegriffen: Das ist die feige Vorgehensweise der Kinder der Finsternis. Sie ertragen es nicht, wenn man sich in der Öffentlichkeit für die Wahrheit und das Recht einsetzt; deshalb werden sie gewalttätig.

Dieser Angriff ist eine Auszeichnung für sie und zeigt, dass die Feinde des Lebens die Wirksamkeit Ihrer öffentlichen Aktionen spüren.

Ich möchte Sie ermutigen, sich weiterhin für den Schutz des ungeborenen Lebens in der Öffentlichkeit einzusetzen und kein Millimeter vor den Angriffen der Verfechter der „Unkultur des Todes“ zurückweichen.


Gott schütze und segne Sie. Mit herzlichen Grüßen in Christus, Ihr + Athanasius Schneider

Kardinal Brandmüller nach Angriff auf SOS LEBEN: Bleiben Sie standhaft und lassen Sie sich nicht entmutigen.

Sehr geehrter Herr von Gersdorff!

Ich habe vom schockierenden Angriff linksradikaler Aktivisten auf das Büro von SOS Leben erfahren und sah auch die Fotos dieses Vandalismus.

Von Tag zu Tag wird der Einsatz in unserer säkularisierten Welt für essentielle Grundwahrheiten immer schwieriger und sogar gefährlicher. Und trotzdem müssen wir uns für das Recht auf Leben der schutzlosesten Menschen, also der Ungeborenen, einsetzen. In diesem Kampf dürfen wir nicht unbedingt mit Applaus oder Zustimmung rechnen. Uns muss die Liebe zur Wahrheit über das menschliche Leben antreiben.

Bleiben Sie in Ihrem Einsatz für die Ungeborenen standhaft und lassen Sie sich nicht entmutigen.

Mit Gruß und Segen

Walter Card. Brandmüller

Montag, 20. November 2017

Radikalfeministinnen gegen SOS-LEBEN-Büro: Wir werden immer und überall angreifen

(Pressemitteilung der Aktion SOS LEBEN - DVCK e.V., Frankfurt am Main 18. November 2017) Eine linksextreme Gruppe, die sich „Einige autonome Feminist*innen“ nennt, hat sich schriftlich zum Angriff auf das Büro der Aktion SOS LEBEN bekannt.

Das Schreiben wurde in Indymedia.org veröffentlicht. Die radikalen Feministinnen bekunden ausdrücklich, weiterhin zu Gewalttaten bereit zu sein: „Wer sich unserer Selbstbestimmung in den Weg stellt, muss immer und ueberall damit rechnen gestoert, aufgehalten und angegriffen zu werden!“

Der Angriff auf SOS Leben wird begründet als Racheakt für die Beteiligung der Aktion an den „40 Tagen für das Leben“ vor der Frankfurter Beratungsstelle von „Pro Familia“ im Frühjahr und im Herbst dieses Jahres. Ein weiterer Grund sind diverse Hausdurchsuchungen der Polizei im linksautonomen Milieu Frankfurts im November.

Der linksradikale Angriff auf das Büro fand am 16. November um ca. 2:30 Uhr statt. Die Polizei stellte die Straftatbestände Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch fest und leitete Ermittlungen ein. Der Fall wurde von einer polizeilichen Stelle übernommen, die sich mit politischer Kriminalität befasst.

Eine Wand des Hauses wurde komplett mit der Farbe Pink beschmiert, samt Fenster und Holztäfelung. Dafür wurde ein Feuerlöscher mit Farbe verwendet. An alle drei Außenwände wurden anarchistisch-feministische Graffitis gesprüht, sowie Slogans wie „Gott ist tot“ und „My Body, my choice“ angebracht.

Die Frankfurter Rundschau berichtete ausführlich über die Aggression und gab folgende Einschätzung von Mathias von Gersdorff, Lebensrechts-Aktivist bei SOS LEBEN, wieder: „Mathias von Gersdorff, Mitglied der DVCK, der nach eigenen Angaben selbst in dem beschmierten Haus wohnt, sagte der FR, man wolle ihn ganz offensichtlich einschüchtern und in seiner Nachbarschaft „richtig an den Pranger stellen“. Während die Diskussion um Abtreibungen früher mit politischen Argumenten ausgetragen worden sei, würden gerade christliche Abtreibungsgegner seit einigen Jahren immer massiver angegangen. „Die Aggressivität ist immer größer geworden“, sagte von Gersdorff. Er werde sein langjähriges Engagement gegen Schwangerschaftsabbrüche dennoch nicht aufgeben.“

Für Rückfragen: Mathias von Gersdorff 069 957 805 14

Links

Bildgalerie mit Fotos des Angriffes: https://aktion-sos-leben.blogspot.de/2017/11/angriff-auf-sos-leben-buro-mit.html

FR-Artikel vom 18. November: http://www.fr.de/frankfurt/farbattacke-in-frankfurt-farbe-gegen-abtreibungsgegner-a-1390230

Bekennerschreiben der “autonomen Feminist*innen“: https://de.indymedia.org/node/15235

Donnerstag, 16. November 2017

Koalition Niedersachsen: CDU ohne schulpolitisches Profil/Gender bleibt

Ministerpräsident Stephan Weil, Quelle: Staatskanzlei Hannover/Christian Burkert
Am Vormittag des 16. Novembers 2017 traten die Spitzenpolitiker von SPD und CDU, Stephan Weil und Bernd Althusmann vor die Presse nach nur zwei Wochen Koalitionsverhandlungen in überraschender Eintracht um zu verkündigen, dass sie eine „große Koalition“ bilden würden.

Der alte und künftige Ministerpräsident Stephan Weil und Bernd Althusmann, der das Amt des Wirtschaftsministers übernehmen wird, betonten, dass das Thema Bildung in den Verhandlungen besonders wichtig gewesen sei (wie das schon während des Wahlkampfes der Fall war). 

Man hätte sich aber gut geeinigt. Weil: „Der Schulfrieden ist geschlossen und vereinbart“.

Diese Aussage ist bedeutsam, denn während des Wahlkampfes war Schule eines der wichtigsten Themen. Die Empörung bei Eltern und Lehrern kannte keine Grenzen. Maßgeblich für diese Situation war Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), die eine dezidiert egalitäre und ideologisch orientierte Bildungspolitik betrieb. Ihre Schulpolitik war dermaßen verfehlt, dass sie die Lehrerverbände gegen sich aufgebracht hat. Nach der letzten Landtagswahl gab sie bekannt, keinem Kabinett mehr angehören zu wollen.

Die wichtigsten Bildungspolitischen Punkte des „Schulfriedens zwischen CDU und SPD“ lauten:

Kindergärten sollen kostenfrei werden. 
Weitere 1.000 Lehrerstellen sollen geschaffen werden.
Es gibt weiterhin keine Schullaufbahnempfehlung nach der vierten Klasse. Die Noten „1“ bis „6“ werden dagegen wieder Pflicht.
Inklusion: Die Förderschulen bleiben zunächst weiter bestehen. Die Schulträger hätten damit die Möglichkeit, an diesen Schulen weitere vier Jahre lang Kinder einzuschulen, wodurch der Übergang zur vollständigen Inklusion verlängert worden ist. 

Was ist davon zu halten?

1. Es fällt auf, dass die Lerneinheit „Sexuelle Vielfalt“ nicht behandelt worden ist, obwohl sie noch vor wenigen Jahren scharf von der CDU angegriffen worden ist. So wie es aussieht, hat sich die CDU auch in Niedersachsen mit Gender in den Schulen abgefunden.

2. „Kostenlose Kindergärten“ klingt zwar zunächst sehr schön und sozial. Doch die SPD verbindet damit das mittel- oder langfristige Ziel, Kindergärten (und später Kitas) zur Pflicht zu machen. Zudem ist überhaupt keine Kompensation für Eltern vorgesehen, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken wollen oder können. Das ist bemerkenswert, weil das Interesse für private und flexible Erziehungsmodelle rasant steigt. Die Privatschulen (wo die Eltern mehr Einfluss haben) werden beispielsweise aufgrund der Bildungsmisere immer beliebter. Die Maßnahmen in Niedersachsen setzen dafür einseitig auf den Staat. 

3. Die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung ist eine alte rot-grüne Maßnahme, die nicht nur leistungsfeindlich ist, sondern auch Konzepten der linken Emanzipationspädagogik folgt, wie etwa, dass das Kind sich mehr oder frei entwickeln soll, ohne zu versuchen, auf es Einfluss zu nehmen oder es zu fördern.

4. Inklusion klingt auch zunächst positiv, doch landauf, landab wird kritisiert, das Konzept es sei nicht praktikabel, jedenfalls nicht in der umfassenden Form, wie die Schulpolitiker das vorschreiben. In Hessen sind Schulleiter auf die Barrikaden gegangen und beschweren sich, dass ein normaler Unterricht völlig unmöglich sei. Inklusion war auch eines der Lieblingsthemen der alten und äußerst unbeliebten Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt (SPD). Die neue Koalition Niedersachsens hat wohl eingesehen, dass Inklusion mit der Brechstange nicht möglich ist, am Grundkonzept scheint sie nichts ändern zu wollen.

Fazit: Die Schulpolitik in Niedersachsen bleibt im Wesentlichen eine rot-grüne Schulpolitik. Obwohl die Schule ein traditionelles Feld der CDU ist, hat sie nicht die Kraft oder den Willen gehabt, eigene Akzente oder gar den Kultusminister zu stellen. Nur in Kleinigkeiten erkennt man die alten schulpolitischen Prinzipien der CDU, wie etwa in der Wiedereinführung von Noten in der Grundschule. 

SPD und CDU werden am Wochenende Landesparteitage abhalten, in denen über den Koalitionsvertrag abgestimmt. Am 22. November wird voraussichtlich die neue Landesregierung vom Landtag gewählt werden.

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung


Angriff auf SOS-LEBEN-Büro mit Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch

PRESSEMITTEILUNG DER AKTION SOS LEBEN - DVCK e.V.: Das Büro von SOS LEBEN (in den Räumen der Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur – DVCK e.V.) war diese Nacht Opfer eines Überfalls.

Sozusagen als „Bekennerschreiben“ wurden etliche Grafites mit anarchistisch-feministischen Symbolen und Slogans gesprüht. 

Der Angriff fand um 2:30 statt. Die Polizei hat schon den Strafantrag aufgenommen.
Es wurde den Straftatbestand der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruch festgestellt. Die Ermittlungen wurden eingeleitet.

Hier finden Sie dazu eine Fotogalerie: 

Eine Wand des Hauses wurde komplett pinkfarbene beschmiert, samt Fenster und Holztäfelung. An allen drei Außenwänden wurden anarchistisch-feministische Graffitis bespritzt, sowie Sprüche wie „Gott ist tot“ und „My Body, my choice“.

Erfreulicherweise kam niemand zu Schaden. 

Diese fiese Angriff in der Dunkelhit zeigt die wahre Gesinnung der radikalen Abtreibungsaktivisten: Für sie gibt es weder Wahrheit noch Argumente, sondern nur Einschüchterung.

Doch genau das werden sie nicht bekommen.

Der Vorfall, der keineswegs verharmlost werden darf, denn schließlich ist es auch ein Angriff auf unsere Rechtsordnung, bestätigt die Effizienz und die Bedeutung unserer Aktionen zum Schutz des Lebens der ungeborenen Kinder.

Für das Team von SOS LEBEN steht fest: Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden unsere Kampf für das Leben mit noch größerer Energie und Freude fortführen.













Donnerstag, 26. Oktober 2017

Die rotgrüne Ideologisierung der Schulen führt zu katastrophalen Ergebnissen

Proteste in Stuttgart (2014) gegen den "Bildungsplan 2015"
Gunnar Schupelius, bekannt für seine scharfen Kommentare in der Tageszeitung B.Z., bringt es am 18. Oktober 2017 auf den Punkt, wenn er den Zustand Berliner Schulen beschreibt: 

„Hier reformiert die SPD unsere Schulen seit Jahrzehnten. Wir sind zu einer Art Tabellenführer der neuen Unterrichtsmethoden aufgestiegen. . . . die Schulen werden mit gesellschaftspolitischen Zielen überfrachtet: Sie sollen Integration, Inklusion, Mitbestimmung und Betreuung leisten.“

In seinem Kommentar ging es konkret um den sog. Frontalunterricht: Der Lehrer steht frontal den Schülern gegenüber. Diese Unterrichtsform wurde abgeschafft, weil sie zu „autoritär“ sei. Lehrer und Schüler sollten Klassenzimmer wie Kameraden oder Kumpels miteinander umgehen.

Wohin das führt, kann man immer wieder in den Zeitungen lesen: Die Lehrer können sich nicht mehr durchsetzen, chaotische Schüler bestimmen den Alltag im Klassenzimmer, die Lernqualität rauscht in den Keller.

Die Notleidenden sind schließlich die Schüler selbst  –  und die Eltern, die sich über die Zukunft ihrer Kinder Sorgen machen müssen.

Diese Woche berichteten alle Zeitungen über die katastrophalen Ergebnisse der Studie des „Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“ (IQB):

Die Fähigkeiten von Grundschülern haben in Rechtschreibung, Zuhören, Rechnen abgenommen – und zwar in allen Bundesländern.

Die Verantwortlichen für diese Situation sind unsere Politiker, da sie die Schule für ihre linke Gesellschaftspolitik missbrauchen und so die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes aufs Spiel setzen!

Unsere Aktion „Kinder in Gefahr“ tritt seit langem für eine ideologiefreie Schulerziehung ein.

Viele werden sich noch erinnern, wie die SPD jahrzehntelang gekämpft hat, um die Schule gemäß ihren sozialistischen Ideen zu formen.

Später kamen die Grünen hinzu, für die die Schulen zu Gender-Indoktrinatonsstätten werden sollten: Diese Partei machte sich zum Lobbyisten von LSBTIQ-Interessengruppen.

Als etwa der Kampf gegen den „Bildungsplan2015“ in Baden-Württemberg tobte, berichtete am 14. Januar 2014 die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf der ersten Seite, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“

Vor allem in Hessen, aber auch in anderen Bundesländern, hat nun die CDU diese Gender-Schulpolitik von den Grünen übernommen und in den neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ verpackt, die im Spätsommer 2016 erlassen wurden.

Dieser Erlass von CDU-Kultusminister Ralph-Alexander Lorz ist nichts anderes als eine Eins-zu-Eins Übernahme von grüner Gesellschaftspolitik in die Schulpolitik der CDU.

 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Freitag, 20. Oktober 2017

Der Kampf der CDU-Hessens gegen die „Heteronormative Gewalt“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Pressefoto CDU-Hessen
Kritiker des neuen Lehrplans zur Sexualerziehung für die Schulen in Hessen argumentieren meist mit folgenden drei Punkten:

1. Der neue Lehrplan verletze das Erziehungsrecht der Eltern.

2. Höchst sensible Inhalte sollen an Kinder vermittelt werden.  Dies sei ungeeignet, weil Kinder noch kein reifes Alter dafür hätten. So sollen für Kinder von sechs bis zehn Jahren Themen wie „kindliches Sexualverhalten“ oder „gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften“ verbindlicher Unterrichtsstoff werden. Das würde allerdings auch die Behandlung von Homosexualität voraussetzen.

3. Außerdem sei der gesamte Lehrplan stark von der „Gender-Ideologie“ beeinflusst. Gender drückt sich vor allem in der Behandlung diverser „sexueller Orientierungen und Identitäten“ aus. Dabei gehe es auch ausdrücklich um die Akzeptanz von Gender, einer wissenschaftlich höchst umstrittenen Idee.

Der letztgenannte Kritikpunkt wird von manchen als abstrakt, unverständlich oder sogar als übertrieben empfunden. Sie können sich schwer vorstellen, dass ein Kultusminister, zumal er ein Kultusminister aus den Reihen der CDU, alles daransetzt, einen dermaßen ideologisch geprägten Lehrplan in die Praxis umzusetzen.

Dabei liegt das eigentliche Problem tiefer: Manche halten es nicht für möglich, dass die hessische CDU, früher eine konservative Bastion der Partei, Instrumente der ideologischen Kampfführung übernommen hat, die üblicherweise die Grünen benutzen - oder ihr ähnliche Parteien und Gruppierungen. Kaum zu glauben, aber genau das ist nun in Hessen passiert!

Um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ besser zu begreifen, hilft ein Schlüsselbegriff weiter, der auch als politischer Kampfbegriff benutzt wird: „heteronormative Gewalt“.

Es ist nicht schwierig zu verstehen, was damit gemeint ist.

Der Neomarxismus der späten 1960er Jahre (1968er-Revolution) war vernarrt in eine fixe Idee. Demnach habe die „bürgerlich-kapitalistische“ Gesellschaft Strukturen aufgebaut, durch die der Mensch automatisch in einen Zustand der Unterdrückung versetzt worden sei. Der Sinn dieser Strukturen, so die Neomarxisten, liege einzig und allein in der Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung.

Weil diese „Strukturen“ entsprechend der neomarxistischen Ideologie den Menschen eine Lebensweise aufzwängen, müssten sie folgerichtig als „Strukturen der Gewalt“ bezeichnet werden. Daher müssten sie zerstört werden.

Eine dieser „Strukturen“ war für die Neomarxisten die monogame Ehe zwischen Mann und Frau. Ehe, bürgerliche Familie und traditionelle Sexualmoral sollten konkret durch die „sexuelle Revolution“ zerstört werden.

Die „sexuelle Revolution“ endete natürlich nicht Anfang der 1970er, sondern setzte sich fort und radikalisierte sich zunehmend.

Inzwischen wird nicht nur die Ehe zwischen Mann und Frau in Frage gestellt, sondern die schlichte Tatsache, dass das Geschlecht jeder Person eindeutig definiert ist.

So wird heute von der Gender-Ideologie postuliert, dass auch die Einteilung der Menschen in Männer und Frauen willkürlich und dahe eine „Struktur der Unterdrückung“ sei. Das Geschlecht sei den Menschen durch Gewalt aufgezwungen.

Die heutzutage verwendete Bezeichnung für jene „Struktur der Unterdrückung" oder "der Struktur der Gewalt“ firmiert unter dem sperrigen Begriff „heteronormative Gewalt“ (Heteronormativ bezeichnet entsprechend der neomarxistischen Begrifflichkeit eine Gesellschaftsordnung, die die Aufteilung der Menschen in Männern und Frauen vornimmt.)

Manche Vertreter der Gender-Ideologie behaupten, sie wollten diese Ideologie durchsetzen, um Diskriminierungen und ungerechtfertigte Ungleichbehandlungen zu beheben.

Das aber ist eine Lüge! In Wahrheit ist die Gender-Ideologie eine Revolution wider die menschliche Natur. Der Mensch wurde als Mann und Frau geschaffen. Und die Ehe kann nur zwischen den unterschiedlichen Geschlechtern vollzogen werden. Denn nur so kann sie ihre erste Funktion erfüllen: die Fortpflanzung des Menschen!

Papst Benedikt XVI. bezeichnete deshalb treffend die Gender-Ideologie als eine „anthropologische Revolution“, also eine Revolution, die sich gegen die Natur des Menschen selbst richtet. Es handelt sich also um eine radikale Auflehnung gegen das eigene Sein und damit gegen das Sein an sich, das Gott uns Menschen gegeben hat.

Würde sich Gender als Religion artikulieren wollen, würde sie den Satanismus wählen. Gender ist nämlich nichts anderes als eine Auflehnung gegen die Schöpfungsordnung Gottes.

Dass gerade eine C-Partei eine solche Ideologie übernimmt und dann noch den Schulkindern ab sechs Jahren überstülpen will, ist eine der vielen Verfallserscheinungen unserer Zeit! 

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Dienstag, 17. Oktober 2017

Gender-Lobby in der CDU pocht auf weiteren Linksrutsch

Daniel Günther. Pressefoto CDU, Foto von Laurence Chaperon
Immer lauter fordert der linke CDU-Flügel, den Kurs Richtung Links fortzusetzen.

Vor allem Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hat sich nach der Bundestagswahl mehrmals in diesem Sinne ausgesprochen. 

Gleichzeitig ist Günther, der in seinem Bundesland eine Jamaika-Koalition anführt, auch einer der größten Eiferer für eine Koalition zwischen Union, FDP und Grüne auf Bundesebene. 

Kein Wunder, denn was linke gesellschaftspolitische Themen angeht, ist Günther noch schlimmer als die vorherige Koalition von SPD und Grüne. Vor allem was Gender in den Schulen bzw. „Queere Bildung“ (das ist tatsächlich der offizielle Name in Schleswig-Holstein) betrifft, hat der CDU Chef die Vorgängerregierung unter Führung von Torsten Albig (SPD) weit links überholt: 

Albig hatte die Mittel für die „Queere Bildung“ verzehnfacht. Daniel Günther hat diese Förderung ausgeweitet!

Gleich nach seinem Wahlsieg im Mai 2017 erklärte Günther, er wolle sich für die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare einsetzen. Damals war die offizielle Linie der CDU gegen die sog. Homo-Ehe.

Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien Schleswig-Holsteins hat folgendes zur LSBTIQ-Schulerziehung beschlossen: 

„Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll im Unterricht an geeigneten Stellen altersgerecht thematisiert werden, um Wissen zu vermitteln aber auch um Vorurteile und Stereotypen abzubauen. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wollen wir stärker in der Fort- und Ausbildung für Lehrkräfte verankern. . . . Neben der finanziellen Förderung von queeren Projekten im ganzen Land aus dem Aktionsplan [für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten] wollen wir queere Einrichtungen, wie Haki e.V. oder das „Schlau Projekt“, durch fünfjährige eine institutionelle Förderung finanziell stärken und absichern.“

Was Daniel Günther, Jens Spahn (einer der größten Lobbyisten der „Ehe für alle") & Co. wollen, ist offensichtlich: Die CDU noch stärker von christlichen Inhalten entkernen und den Weg Deutschlands in den totalen Gender-Staat frei machen.

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Samstag, 7. Oktober 2017

Bertelsmann-Studie bestätigt: Christliche Wähler sagen der Union „NICHT weiter so!“

Konrad Adenauer Haus. Pressefoto CDU-Deutschland
Am vergangenen Sonntag (1. Oktober) wurde in diesem Blog eine Analyse veröffentlicht, die tiefer der Frage nachging, wieso die Union bei der letzten Bundestagswahl massive Verluste bei den christlichen Wählern hinnehmen musste. Diesen Befund ergab eine Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) im Auftrag des ZDF (Link: https://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2017/10/die-union-verliert-ihre-christlichen.html).

Unsere Analyse: Die C-Parteien enttäuschen christliche Wähler seit vielen Jahren in für sie entscheidenden politischen Feldern: Familie, Schule, Lebensrecht. In letzter Zeit kam die massive Unterstützung von Gender-Schulprogrammen durch die CDU in Bundesländern wie Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein und (gemäßigter) Bayern hinzu.

Inzwischen ist eine zweite Studie bekannt geworden, die unsere Analyse bestätigt:

Die Bertelsmann-Studie „Populäre Wahlen - Mobilisierung und Gegenmobilisierung der sozialen Milieus bei der Bundestagswahl 2017“ zeigt deutlich, dass die Union in ihren klassischen Milieus „Bürgerliche“, „Konservative“ und Traditionelle“ massiv verloren hat. (Link zur Studie: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/populaere-wahlen/)

Was die bürgerlichen Wähler betrifft ist die Analyse der Bertelsmann-Stiftung niederschmetternd: „Am stärksten eingebrochen ist die CDU/CSU in der Bürgerlichen Mitte (-15 Prozentpunkte). Ihr Stimmenanteil sinkt dort von 52 Prozent bei der Bundestagswahl 2013 auf nur noch 37 Prozent bei der Bundestagswahl 2017. Keine andere Partei hat bei dieser Bundestagswahl in einem Stammwählermilieu so hohe Verluste eingefahren wie die CDU/CSU in der Bürgerlichen Mitte.“ (Seite 56)

In soziologischen Studien wird die Gesellschaft nach Grundorientierungen aufgeteilt: Bürgerliche, Konservative, Traditionalisten, Pragmatische, Liberal-Intellektuelle etc.

Die Bürgerlichen bilden in dieser Aufteilung exakt die Mitte der Gesellschaft und genau hier haben die C-Parteien herbe Verluste hinnehmen müssen.

In den Segmenten, in denen sich vorwiegend die christlich-konservativen Wähler befinden - konservative und traditionelle Wähler -, zeigt die Studie der Bertelsmann-Stiftung erwartungsgemäß auch, dass sich die Union hier massiv unbeliebt gemacht hat:

„Auch in ihren anderen Stammwählermilieus der Konservativ-Etablierten (-11 Prozentpunkte) und der Traditionellen (-10 Prozentpunkte) fielen die Verluste der Union überdurchschnittlich hoch aus.“ (Seite 56)

Gewinner dieser Entwicklung waren vor allem die AfD und etwas weniger die FDP, so die Studie: „Damit erzielte die AfD bereits in der Mitte der Gesellschaft mit 14,1 Prozent aller Stimmen ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis. Die FDP (+5,3 Prozentpunkte) konnte ganz offensichtlich auch in der Mitte von den Verlusten der CDU/CSU (–9 Prozentpunkte) und der SPD (–4,9 Prozentpunkte) profitieren.“ (Seite 26)

Die Bertelsmann-Studie könnte nicht klarer in ihren Ergebnissen sein. In gesellschaftspolitisch relevanten Themen, wie eben Schule (Gender), Familie („Ehe“ für homosexuelle Paare) und Lebensrecht macht die Union seit Jahren keine Politik für ihre eigene Basis, sondern für die Grünen. Kein Wunder, dass sie am 24. September dafür die Quittung bekommen hat:

Unter diesen Umständen ist die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesvorsitzende der CDU, sie wüsste  nicht, was sie anders hätten machen müssen, unverständlich.

Seit Jahren richten Bürger und Organisationen, die in den drei hier erwähnten Milieus Bürgerliche, Konservative und Traditionalisten beheimatet sind, Appelle an die Führung der beiden C-Parteien. Der Unmut ist seit Jahren mit der Hand zu greifen.

Trotzdem hat sich die Union immer stärker bei den Grünen angebiedert. Wie schon oft hier behandelt, ist der Höhepunkt dieser unseligen Entwicklung der Erlass diverser neuer „Richtlinien für „die Sexualerziehung“, die aus den Schulen Gender-Indoktrinationsstätten machen. Diese Politik richtet sich gegen die Kinder, die Eltern und die Basis der CDU. Alleinige Nutznießer sind die Grünen, die diese Gender-Konzepte für die Schule auch für ihre eigene Klientel entwickelt haben.

Das Gleiche lässt sich von der Familienpolitik sagen: Völlig unnötig setzte Angela Merkel am Ende der vergangenen Legislaturperiode die „Ehe für alle“ auf die politische Agenda. Auch das war Wahlhilfe für die Grünen, während sie ihre eigenen christlich-konservativen Wähler damit verprellte.

Die Proteste gegen diese fatale Entwicklung müssen weiter gehen. Nicht nur, um die Union zu einer Korrektur zu zwingen, sondern auch, um christlich-konservative Themen in die öffentliche Diskussion und in die politische Agenda zu bringen. Es ist nämlich absolut notwendig, die Sichtbarkeit und den Einfluss der christlichen Basis Deutschlands zu erhöhen:

Deutschland braucht eine christliche Politik, die sich an christlichen Werten orientiert.


 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Samstag, 30. September 2017

Die Union verliert ihre christlichen Stammwähler

Pressefoto CDU-Deutschland
Die Flüchtlingskrise steht im Fokus der Erklärungsversuche für das desolate Ergebnis der Unionsparteien bei der letzten Bundestagswahl am 24. September 2017. Sicherlich waren die Flüchtlingskrise und Angela Merkels Migrationspolitik das Thema Nummer 1 in den letzten Wochen vor der Wahl. Doch dies allein erklärt nicht die Tatsache, dass CDU und CSU auch bei Kirchenmitgliedern stark verloren haben, also eine Wählerschicht, die recht treu zur Union stand – trotz der  Enttäuschungen, die sie von der Merkel-CDU schlucken mussten.

Wie die Nachrichtenagentur IDEA, die sich auf eine Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) im Auftrag des ZDF beruft, verloren CDU/CSU bei den katholischen Wählern acht Prozentpunkte (2013: 52%, 2017: 44%)und bei den Protestanten sogar neun Prozentpunkte (2013: 42%, 2017: 33%).

Die SPD holte bei den Protestanten nur fast jede vierte Stimme (24 Prozent/-5 gegenüber 2013) und 18 Prozent bei den Katholiken (-4). Die AfD bekam 9 % der katholischen (2013: 4%) und 11 % der evangelischen Stimmen (2013: 5%). Die FDP bekam 11 % der katholischen Stimmen (2013: 6%) und 11% der evangelischen Stimmen (2013: 5%).

In der Union müsste diese Nachricht sämtliche Alarmglocken läuten lassen, schließlich gehörten die kirchlich gebundenen Wähler seit eh und je zu ihrer Kernbasis.

Wie erklärt sich diese Entfremdung? Ist allein Merkels liberale Migrationspolitik dafür verantwortlich?

Sicherlich nicht, denn die Entfremdung des kirchlichen Publikums, vor allem der christlich-konservativen Wähler ist seit Jahren im Gange.

Langer Prozess der Entfremdung zwischen CDU und Christen

Nur einige Beispiele:

•    Anfang der 1990 Jahre waren viele christlich-konservativer Wähler entsetzt, dass dank der Unterstützung vieler CDU-Abgeordneten eine Liberalisierung des § 218 zustande kam. In den Folgejahren haben die C-Parteien nichts zur Verbesserung des Lebensschutzes unternommen, obwohl das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil von 1993 zur Abtreibung deutlich darauf hingewiesen hat, dass die Politik sich nicht mit den Abtreibungszahlen abfinden dürfe. Das Recht auf Leben von der Zeugung an sei nämlich im Grundgesetz verankert. Das Stichwort für diese Weisung aus Karlsruhe war die sog. „Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht“. Auch die CDU-Abgeordneten haben diese ignoriert.
•    Seit etwa dem Jahr 2000 haben CDU-Landesverbände in der Schulpolitik immer mehr die Strukturkonzepte der SPD übernommen, gegen die sie noch in den 1970er Jahren scharf gekämpft haben. In einem politischen Feld, in welchem sich die CDU stark von der SPD unterschieden hat, gibt es kaum noch Gegensätze.
•    Bis Frau Ursula von der Leyen Bundesfamilienministerin wurde, galt für die CDU das Prinzip, der Staat müsse den Familien große finanzielle Freiräume gewähren, damit diese selber entscheiden könnten, wie sie ihr Leben, vor allem die Erziehung der Kinder in den ersten Lebensjahren, organisieren. Frau von der Leyen verabschiedete sich von diesem Prinzip und übernahm Konzepte der SPD, die auf eine starke staatliche Hand setzen – inklusive der frühkindlichen Betreuung.
•    Es war auch Bundesministerin von der Leyen, die das linke Gesellschaftsinstrumentarium „Gender Mainstreaming“ in das Bundesfamilienministerium einführte. Dieses Ministerium galt bis dahin als relativ konservativ. In den folgenden Legislaturperioden wurde es aber zunehmend zu einer linksrevolutionären Zelle zur Zerstörung der traditionellen Familie und zur Durchsetzung von Gender umfunktioniert.

In den letzten Monaten hat sich die Union zwei GAUe geleistet, die imstande sind, definitiv die Verbindungen zum christlich-konservativen Lager zu kappen: Die Förderung von Gender in den Schulen in Hessen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Bayern und die Schritte zur Legalisierung der sog. „Ehe für alle“.

Obwohl über beide Grenzüberschreitungen hier ausführlich berichtet wurde, sollen noch einige Worte zum Thema „Gender in Hessens Schulen“ gesagt werden, weil an diesem Beispiel besonders klar wird, wie unsensibel und arrogant die CDU mit ihrer eigenen Basis umgeht.

Seit dem Erlass der „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“ hat es Kritik gehagelt und zwar von allen Seiten, also nicht nur aus christlich-konservativen Kreisen. Wie reagierte die CDU-Führung darauf? Sie verschickte mehrere Schreiben, die auf die Kritikpunkte nicht eingingen, lediglich abwimmelten und zu vertuschen versuchten und im Grunde die Wähler zum Narren hielten. In direkten Gesprächen haben CDU-Politiker klar zu erkennen gegeben, dass sie die Einwände nicht interessieren, weil sie die Koalition mit den Grünen nicht gefährden wollen.

Ist das Arroganz, fehlende Sensibilität für die Sorgen der Eltern oder einfach politische Unfähigkeit? Ich will das nicht beurteilen.

Jedenfalls zeigt die CDU-Hessen, dass sie zu allem bereit ist, um die Grünen – gegenwärtig ihr Koalitionspartner in der Landesregierung – bei Laune zu halten. Das hat für Volker Bouffier & Co. oberste Priorität. Angesichts der Tatsache, dass die Grünen seit ihrer Gründung gegen die traditionelle Ehe agitiert und Sexualität als politisches Instrument für ihre Gesellschaftspolitik verwendet haben – auch in der Schule! – ist das Verhalten der CDU-Führung nichts anderes als ein Affront gegenüber den christlich-konservativen Wählern zu werten.

Wir wirken sich die Entfremdung der Christen mit der Union bei den Wahlen aus?

Die alles entscheidende Frage ist, wie sich die oben genannten Punkte bei den Wahlen auswirken. Sind sie relevant genug? Sind die Wähler bereit, zu vergessen oder zu vergeben?

Es würde komplizierte demoskopische Studien erfordern, um auf diese Fragen mit Zahlen und Prozenten antworten zu können. Doch im politischen Marketing gilt die Faustregel, dass Themen, die nationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen und auch Mobilisierungsfähigkeit besitzen, Wahlergebnisse um 2 – 3 Prozentpunkte beeinflussen können.

Deshalb können Minderheiten wie Homosexuelle und sonstige LSBTIQ-Gruppen erheblichen Einfluss erreichen. Solche Minderheiten treffen ihre Wahlentscheidungen nach nur einem Kriterium: Wie stehen die Parteien zu meinen Forderungen. Weitere Themen die in der Vergangenheit eine solche Mobilisierungskraft besaßen waren die Atomkraft, der Umweltschutz, die Gründung der Bundeswehr etc.

Die „Klassiker“ auf der Seite der christlich-konservativen Wähler sind der Lebensschutz (§218), die Schulpolitik und hier insbesondere die Sexualerziehung und neuerdings Gender. Gender ist geradezu das absolute Schreckgespenst für alle christlich-konservativen Wähler.

Man könnte auch die (immer sozialistischer werdende) Familienpolitik hinzuzählen.

Geht man von der Gültigkeit der oben genannten Zwei-Prozent-Regel aus, so wäre ein Absturz der CDU bei den christlichen Wählern von 8 Prozentpunkten nicht erstaunlich.

Weiter so?

Etliche CDU-Anhänger waren am Wahlabend fassungslos, dass die Vorsitzende ihrer Partei, Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Wahlergebnis gelobt hat, denn die Union sei ja doch immer noch die stärkste Partei. Auch in der sog. Elefantenrunde hat sie sich in diesem Tenor geäußert.

Man weiß nicht, ob das ein Zeichen von Autismus oder Katatonie ist. Aus der Wirtschaft weiß man, dass es Manager gibt, die hervorragend sind, wenn alles einigermaßen gut läuft, aber in Krisensituationen völlig überfordert sind. Einen solchen Eindruck vermittelt gegenwärtig die CDU-Führung.

Jedenfalls beschränkt sich dieser Zustand der Realitätsverweigerung nicht auf die Bundesvorsitzende. Manfred Pentz, CDU-Generalssekretär in Hessen, erklärte, das Wahlergebnis hätte ihn „fröhlich gestimmt“. FAZ beschrieb seine Aussage als lächerlich. SPD und FDP empfahlen ihm, sich ernsthafter mit dem Wahlausgang zu beschäftigen.

Was ist zu tun?

Das Wahlergebnis vom 24. September 2017 zeigt, dass für Christen die Union immer weniger als politische Referenz gilt. Christen wechselten massenhaft zur FDP (11%, ein Plus von 5,5 %) und zur AfD (10%, ein Plus von 5,5 %) aber auch zur Linken (ca. 6 %, plus 1%) und zu den Grünen (9 %, ein Plus von 1%).

Für alle Menschen, die verstehen, dass Deutschlands Politik eine starke christliche Prägung haben muss, kann das nur bedeuten, dass die für Christen wichtigen Themen viel stärker in die Gesellschaft von außerhalb des Parteiensystems hinein gebracht werden müssen. Wir müssen selber dafür sorgen, dass in Familienpolitik, Schulpolitik, Jugendmedienschutz etc. christliche Werte und Prinzipien eine große Rolle spielen. Die Zeiten, als man sich auf eine Partei verlassen konnte, sind vorbei. Christen müssen selber dafür sorgen, dass eine christliche Politik das christliche Deutschland regiert.


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung 

Dienstag, 26. September 2017

Hessen: CDU-Generalsekretär „fröhlich“ über Wahlergebnis

Das Wahldebakel am Sonntag stimmte ihn fröhlich: Manfred Pentz, CDU-Generalsekretär Hessens. Foto. Pressefoto CDU Hessen
Manfred Pentz, Generalsekretär der CDU-Hessen, erklärt, das Ergebnis der Bundestagswahl stimme ihn „fröhlich“. Der Grund: Für eine Regierungsbildung in Hessen führe kein Weg an seiner Partei vorbei.

Deutlicher kann ein Politiker nicht formulieren, dass es ihm nur um Macht geht.

Manfred Pentz ist einer der glühendsten Verteidiger des Gender-Schulplanes von Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) und damit auch einer der größten Sympathisanten von Schwarz-Grün. In verschiedenen Schreiben an die CDU-Basis hat Manfred Pentz versucht, die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ zu verharmlosen und zu relativieren. Dabei verhedderte er sich in Widersprüchen und Fehlinterpretationen.

Auch das Erstarken der „AfD“ betrübt Manfred Pentz nicht. Diese werden sich rasch entzaubern. Man müsse diese Partei „einfach mal kommen lassen“.

Die FAZ konnte über die Aussagen des Generalsekretärs nur den Kopf schütteln: Generalsekretär „Manfred Pentz von der hessischen CDU ist gestern das Kunststück gelungen, gleich zweimal die Grenze der Übertreibung zur Lächerlichkeit überschritten zu haben." (FAZ vom 26. September 2017).

Etwas vorsichtiger äußerte sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zur weiteren Strategie der CDU nach dem Wahldebakel. Auch er ist ein treuer Anhänger von Angela Merkel und Propagandist von Schwarz-Grün. Dennoch gab er zu bedenken: „Jamaika funktioniert nur, wenn die mit Abstand stärkste Kraft, die Union, das bestimmende Element ist und wenn die anderen Partner wissen, dass sie nicht die Bestimmer sein können“ (Wolfsburger Allgemeine Online von 26. September 2017).

In Hessen wird im Herbst 2018 der neue Landtag gewählt. Schwarz-Grün hat in den Umfragen schon lange keine Mehrheit mehr. Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag erhielten sie zusammen 40,6 Prozent der Stimmen, wobei auch die Grünen entgegen dem bundesweiten Trend Stimmen verloren.

Die CDU in Hessen steht aufgrund der neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ in der Dauerkritik. Diese wurden zwar von einem CDU-Kultusminister erlassen, doch sie sind ganz im Sinne grüner LSBTIQ-Ideologie redigiert. Schon im ersten Grundschuljahr sollen Homosexualität und alternative Partnerschaftsformen behandelt werden. Erklärtes Ziel des Lehrplanes ist es, bei den Schülern eine wertschätzende Akzeptanz von sexueller Vielfalt – also Gender - zu Erreichen.

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© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Montag, 25. September 2017

Gender-Lehrplan: CDU in Hessen überdurchschnittlich schwach/Grüne im Minus

Kurhaus in Wiesbaden
In Hessen, wo die schwarz-grüne Landesregierung aufgrund der „Neuen Richtlinien für die Sexualerziehung“ in der Kritik steht, hat die Union überproportional an Stimmen verloren. Die Grünen verloren auch, entgegen dem bundesweiten Trend.

Die CDU erhielt 30,9 Prozent der Stimmen, was ein Verlust von 8,3 Prozent bedeutet. Bundesweit erhielt die Union 32,9 Prozent.

Das Ergebnis ist bedeutsam, denn die hessische CDU galt als besonders konservativ und familienfreundlich. Durch die Einführung der „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“, die nichts anderes sind als ein radikaler Gender—Schulplan ist, der schon im ersten Grundschuljahr die Behandlung von Homosexualität und alternative Partnerschaftsformen vorsieht, fiel die CDU in einer grausamen Art und Weise den Eltern und Familien in den Rücken.

Auf die massive Kritik an dem Lehrplan hat die CDU-Führung lediglich mit Ausflüchten reagiert. Die CDU in Hessen nimmt die Sorgen der Eltern nicht ernst

Die Grünen, die mit der CDU Hessen regieren, erhielten 9,7 Prozent der Stimmen und verloren damit 0,2 Prozent. Bundesweit konnten die Grünen 0,6 Prozent gewinnen.

Fazit: Das Wahlergebnis ist für Schwarz-Grün in Hessen noch desaströser als im Bund.

Die Ergebnisse im Überblick:

    CDU: 30,9% (- 8,3%)
    SPD: 23,5% (-5,3%)
    Linke: 8,1% (+2,1%)
    Grüne: 9,7% (-0,2%)
    FDP: 11,6% (+6,0%)
    AfD 11,9% (+6,3%)

Die Wahlbeteiligung lag in Hessen mit 77,0 Prozent merklich höher als vor vier Jahren (73,2%).

In manchen Wahlkreisen waren die Einbrüche dramatisch. In Frankfurt I verlor fiel die CDU von 40,2 auf 30,6. Kandidat war Matthias Zimmer, der zum linken Flügel gehört. Im Wahlkreis von CDU-Generalsekretär Peter Tauber (!) fiel die CDU von 48,8 auf 26,4, also 12,4 Prozentpunkte weniger.

Es gibt aber auch manche Hoffnungszeichen: Hans-Jürgen Irmer, der einzige Landtagsabgeordnete der CDU, der öffentlich und dezidiert gegen den Lehrplan protestiert hat, wurde direkt in den Bundestag mit 38,3 Prozent gewählt.  


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Dienstag, 5. September 2017

Ministerpräsident Günther (CDU) wirbt für Grün/Schwarz im Bund – kommt der totale C-Ausverkauf?

Daniel Günther. Pressefoto CDU-S-H, Foto Sönke Ehlers
Wenige Tage nachdem etliche Politiker der Grünen die linksextremistische Internetseite Linksunten.indymedia gelobt haben und sich gegen das Verbot durch das Bundesinnenministerium mit ihr solidarisiert haben, hat Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg am 5. September 2017 für eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene geworben.

Günther ist der Auffassung, seine Koalition in Kiel zwischen CDU, FDP und Grünen sei ein Model für ganz Deutschland.

Deshalb ist unsere die Initiative „Keine Koalition mit „Bündnis 90/Die Grünen““ so wichtig und aktuell.

Bitte helfen Sie, diese so weit wie möglich zu verbreiten: http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Für CDU/CSU wäre eine Koalition im Bund wenn nicht Selbstmord, zumindest ein Vabanque-Spiel.

Wie hier schon mehrmals erläutert wurde, treten die Grünen für eine radikale, fanatische und antichristliche Politik ein, Es ist unfassbar, dass C-Politiker mit einer solchen Partei überhaupt erwägen, eine Koalition zu schließen:

•    In den Schulen und Kindergärten wollen die Grünen die Gender-Ideologie und die Erziehung zur „Sexuellen Vielfalt“ einführen.
•    „Bündnis 90/Die Grünen“ befürworten eine Schulerziehung, in der Kinder schon ab dem ersten Grundschuljahr mit sexuellen Inhalten – inklusive Homo- und Transsexualität – konfrontiert werden.
•    Die Grünen sind der Ansicht, Transvestiten sollten Kindern Homosexualität erläutern. Die Begründung: „Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass auch Männer Männer lieben können und Frauen Frauen - und dass davon die Welt nicht untergeht“ (Quelle „Welt“ vom 16. November 2016).

Doch dieser massive Angriff auf Ehe und Kinder ist längst nicht alles.

Wie Anfangs erwähnt haben Sektoren der Grünen keinerlei Probleme mit dem Linksradikalismus.

So haben sich die Sprecher der „Grünen Jugend“ und die Kandidatin für Berlin-Kreuzberg bei der Bundestagswahl, Canan Bayram, empört über das Verbot der linskradikalen Internetseite Linksunten.indymedia gezeigt.

Auf dieser Seite wurden Anleitungen zum Basteln von Molotow-Cocktails veröffentlicht. Laut FAZ vom 1. September 2017 wurde im Portal diskutiert, ob man „Bullen“ töten dürfe. Laufend wurde zur Störung und zu Blockaden von legalen Demonstrationen aufgerufen. Diese wurden im Nachhinein als Heldentaten gepriesen, auch wenn sie einen offensichtlich illegalen Charakter besaßen.

Trotzdem gab Grüne-Jugend-Chefin von sich: „Wir verurteilen diese Maßnahme daher aufs Schärfste und erklären uns solidarisch mit indymedia.linksunten.org!“

Für Sektoren der Grünen gilt offensichtlich: „Der linksextreme Zweck heiligt die Mittel.“

Pikanterweise wird ihm just von seinem grünen Koalitionspartner widersprochen: Grünen-Chef Robert Habeck, möglicherweise mit mehr Gefühl für die Stimmung der Basis ausgestattet als Günther, hält kaum etwas von einer derartigen Koalition im Bund und gibt zu bedenken: „Die Fliehkräfte, denen ein solches Bündnis ausgesetzt ist, wären jedenfalls in Berlin weit stärker und gefährlicher, als sie das bei uns in Kiel sind.“

Es ist deshalb unerträglich, dass gerade C-Politiker wie Daniel Günther sich anbiedern für eine Koalition mit dieser Partei werben.

Bitte unterstützen Sie unsere Petition, um diese Katastrophe zu verhindern: http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html


Die christliche Basis der Gesellschaft muss der CDU-Führung klipp und klar mitteilen: Mit den Grünen zu koalieren wäre ein Verrat an christlichen Positionen und Prinzipien, ein Suizid der CDU und eine Katastrophe für Deutschland.

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Samstag, 2. September 2017

SPD-Bildungskonzept würde Eltern entmachten und aus Schulen Indoktrinationsstätten machen

Foto: MartinSchulz.de, Foto: Susie Knoll
Um im Bundestagswahlkampf in die Offensive zu kommen, hat Spitzenkandidat Martin Schulz samt SPD-Ministerpräsidenten eine „Allianz für Bildung“ angekündigt.

Kern des bildungspolitischen Konzepts der SPD ist eine stärkere Einmischung des Bundes in die Belange von Schulen.

Entsprechend Vorstellung der SPD würde sich der Bund massiv an der Finanzierung – angedacht sind 12 Milliarden Euro - der Schulbildung beteiligen. Im Gegenzug würde aber der Bund einen Einfluss in der Festlegung der Lerninhalte erhalten.

Gegenwärtig besteht der sog. „Kooperationsverbot“ zwischen Bund und Ländern. Schule und Bildung sind ausschließlich Ländersache.

Für die SPD soll damit Schluss sein: Man könne Investitionen in Höhe von 12 Milliarden Euro nicht rechtfertigen, wenn man im Gegenzug nicht über die Lerninhalte mitbestimmen könne.

Eine solche Zentralisierung des Erziehungswesens kann nur schlimme Konsequenzen für Eltern haben, die um die Indoktrination ihrer Kinder in den Schulen fürchten. Für SPD und ihren Lieblingspartner, die Grünen, ist Schulpolitik praktisch dasselbe wie Gesellschaftspolitik. Für diese beiden Parteien ist Schule in erster Linie ein Instrument der Gestaltung der Gesellschaft entsprechend ihren sozialistischen und linksgrünen Vorstellungen.

Käme eine solche Zentralisierung, so würden die Schulen zu Gender-Indoktrinationsstätten umfunktioniert werden, wie man sich das heute gar nicht vorstellen kann. In der Tat ist die Festlegung einheitlicher Bildungsziele für Schüler Teil des SPD-Konzepts.

Auch heute bemühen sich linksgerichtete Politiker, Gender Brechstange in Schulen einzuführen – man sehe allein auf die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen – doch die Eltern können besser auf diese Angriffe reagieren, wenn sie auf Landesebene stattfinden. Erlasse aus Berlin hätten ein anderes Kaliber und würden einen höheren Organisationsgrad erfordern.

Die bildungspolitischen Vorstellungen provozierten zunächst Entsetzen.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 29 August 2017 kommentierte: „Das oberste Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik ist derzeit die Abschaffung des sog. „Kooperationsverbots“ zwischen Bund und Ländern. Nur so lassen sich die finanziellen Zusagen der SPD für eine „nationale Bildungsallianz“ einhalten, die vor allem SPD-Kommunen zugutekommen, nämlich den finanzschwachen. . . .  Es wird nicht beim Geld bleiben, sondern mit dem Lehrplan enden. Wozu gibt es dann eigentlich noch Landtage?

Auch der Deutsche Landkreistag warnt vor dem SPD-Bildungskonzept. Dieser würde das Ende der länderbetriebenen Bildungspolitik einläuten. Im Kampf um Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten würden die einzelnen Bundesländer auf Dauer den Machtkampf mit dem finanziell viel stärkeren Bund nicht bestehen können.

Man muss sich nur vorstellen, was das bedeuten würde, wenn Rot-Rot-Grün an die Macht käme.

Verantwortungsbewussten Eltern bliebe nur noch, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken. Doch auch gegen diese Schulen beginnt die SPD Stimmung zu machen und fordert eine Deckelung des Schulgeldes.

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Freitag, 1. September 2017

Hessen: CDU und Grüne widersprechen sich diametral in Aussagen über Gender-Schulplan

Entgegen den Behauptungen der CDU, entsprechen die neuen "Richtlinien zur Sexualerziehung" für Hessens Schulen den Vorstellungen der Grünen und der LSBTIQ-Lobby. Foto: Mathias v. Gersdorff
Am 14. August 2017 verschickte die CDU-Hessen einen Brief, in welchem sie erneut versucht, die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ zu verteidigen. Ausführlich wurde in diesem Blog erläutert (http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2017/08/gender-lehrplan-hessen-schwarzgrun-halt.html) , dass die CDU die Kritik aus verschiedenen Seiten nicht zur Kenntnis nehmen will oder kann und nicht einsehen will, dass dieser Lehrplan eine Zumutung für die Eltern Hessens ist.

Der Brief der CDU zeigt aber auch, dass diese Partei in der Öffentlichkeit eine völlig andere Einschätzung über den Lehrplan verbreitet, als ihr Koalitionspartner in der hessischen Landesregierung, die Grünen und die Klientel der Grünen, die LSBTIQ-Bewegung.

Kurz: Jede Partei erzählt ihrer Klientel, was sie hören will.

Einige Beispiele:

CDU: Unser hessischer Kultusminister, Prof. Dr. Alexander Lorz hat den neuen Lehrplan Sexualkunde keineswegs „auf Druck der Grünen“ durchgesetzt.
Grünen: „In den Landesregierungen haben wir hier auch gegen Widerstände klare Akzente gesetzt, zum Beispiel mit den Bildungsplänen zur sexuellen Vielfalt in Baden-Württemberg und in Hessen.“

CDU: Genauso wenig unterstützen wir in irgendeiner Weise den „Genderwahnsinn“.
Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Erklärtes Unterrichtsziel: die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“. Für den Begriff Akzeptanz habe man sich bewusst entschieden, nicht bloß für Toleranz oder Respekt.
Magazin Männer (an homosexuelle Leser gerichtet) am 19. September 2016: Erklärtes Unterrichtsziel: die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“.
Bündnis „Warmes Wiesbaden“, Organisator der Gegendemonstration gegen die „Demo für Alle“ in Wiesbaden am 30. Oktober 2016: Das Land Hessen hat im September endlich einen Lehrplan beschlossen, der die Verschiedenheit und Vielfalt sexueller Orientierungen anerkennt und diesen Unterschieden mit Wertschätzung zu begegnen versucht.

CDU: Der besagt Lehrplan beinhaltet keinerlei fundamental neuen Inhalte.
Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: In Hessen, wo B‘90/ Grüne als kleiner Koalitionspartner der CDU regieren, gilt nun ein Lehrplan zur Sexualerziehung, wonach schon Sechs- bis Zehnjährige verpflichtend über gleichgeschlechtliche Partnerschaften informiert werden. (Dies war im alten Lehrplan nicht enthalten)
Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Schüler in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen werden in Hessen beispielsweise nun verbindlich mit dem Thema gleichgeschlechtliche Partnerschaften konfrontiert. (Dies war im alten Lehrplan nicht enthalten)
Philologenverband am 1. November 2016: Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).“ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene „Akzeptanz“ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die „Toleranz“ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus. (Dies war im alten Lehplan nicht so enthalten)
Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Zudem ist vorgesehen, dass das Thema menschliche Vielfalt (gemeint ist sexuelle Vielfalt) nicht nur in Biologie behandelt wird, sondern fächerübergreifend – beispielsweise auch in Mathematik. (Sexualerziehung war im alten Lehrplan keine Querschnittsaufgabe)
Der Vollständigkeit halber zitieren wir auch den ehemaligen schulpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer MdL: Schulexterne können jetzt in die Schule kommen: Nicht akzeptabel ist, dass bei einer solch sensiblen Thematik nunmehr, wenn Schulen dies wünschen, auch Außenstehende, Lobbyistengruppen könnte man nennen, in den Unterricht einbezogen werden können. Im Lehrplan 2007 stand wörtlich: „Der Sexualkundeunterricht kann nicht an außerschulische Personen, Verbands-, Vereinsmitglieder und Beratungseinrichtungen delegiert werden. Die Sexualerziehung kann nur von kontinuierlich in der Klasse tätigen, pädagogisch ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet werden.“ „

CDU: Wir als hessische CDU stehen klar zu unserem christlichen Menschenbild, zur Hervorhebung von Ehe und Familie und zum grundgesetzlich geschützten, garantierten Vorrang des elterlichen Erziehungsrechts. Dies ist auch im neuen Lehrplan zur Sexualerziehung unverändert der Fall.“
Philologenverband am 1. November 2016: Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).“ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene „Akzeptanz“ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die „Toleranz“ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.
Der ehemalige schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer MdL: Im alten Lehrplan hieß es in Kurzform, dass Sexualerziehung das Bewusstsein für eine persönliche Intimsphäre und für ein respektvolles, gewaltfreies Verhalten… entwickeln und fördern sowie die grundlegende Bedeutung von Ehe und Familie vermitteln solle. Die Ehe, so heißt es im alten Entwurf weiter, sei eine zentrale Institution, die auch emotionaler und sozialer Sicherheit diene. Ehe und Familie würden unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stehen, so wie es Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes zum Ausdruck bringe. Darüber hinaus heißt es im Lehrplan 2007, dass die hessische Verfassung Ehe und Familie als „Grundlage des Gemeinschaftslebens“ bezeichne. Dies bedeute eine besondere Bedeutung von Familie und Ehe in ihrer individuellen, gesellschaftlichen und rechtlichen Dimension. Und genau dies sei wesentlicher Gegenstand der Sexualerziehung. „Schaut man sich die Einleitung des Lehrplans 2016 an, so heißt es dort: „Ziel der Sexualerziehung ist, Schülerinnen und Schülern ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Verständnis für die Verschiedenheit und Vielfalt der partnerschaftlichen Beziehung, sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identitäten in unserer Gesellschaft zu vermitteln… Gegenstand der Sexualerziehung ist das Wissen über die Existenz unterschiedlicher Partnerschaftsformen und deren Akzeptanz.“ Hätte man in diesem Satz nach „Schülerinnen und Schülern“ zum Beispiel eingefügt, dass den Schülerinnen und Schülern die besondere Bedeutung von Ehe und Familie nahezubringen ist sowie ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Verständnis…, dann hätte dieser Satz eine ganz andere Diktion gehabt. Spätestens hier wird deutlich, dass das Primat von Ehe und Familie nicht mehr in dem Maße gilt. 


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Jusos solidarisieren sich mit linksextremistischen Portal Linksunten.indymedia

Juso-Chefin Johanna Uekermann. Foto: Pressefoto Jusos
Nach der Grünen Jugend hat sich auch die Nachwuchsorganisation der SPD, die Jusos, solidarisch mit der linksextremistischen Internetseite Linksunten.indymedia gezeigt.

Juso-Chefin Johanna Uekermann hält das Verbot durch das Bundesinnenministerium für „Wahlkampfaktivismus“ Gegenüber der Nachrichtenagentur“ AFP sagte sie, die eigentliche Gefahr käme von rechts, nicht von links. Das Verbot sei deshalb eine falsche Prioritätensetzung.

Das ist harter Tobak: Linksunten.indymedia nicht nur linksextremistisch, sondern sympathisiert mit Gewalt. Es wurden Anleitungen zum Basteln von Molotow-Cocktails veröffentlicht. Laut FAZ vom 1. September 2017 wurde im Portal diskutiert, ob man „Bullen“ töten dürfe. Laufend wurde zur Störung und zu Blockaden von legalen Demonstrationen aufgerufen. Diese wurden im Nachhinein als Heldentaten gepriesen, auch wenn sie einen offensichtlich illegalen Charakter besaßen.

Die Stellungnahme der Juso-Chefin Uekermann ist ein Skandal, welches zeigt, wie blind die SPD-Nachwuchsorganisation für linke Gewalt ist.

Wie hier berichtet wurde, polterte schon die Grüne Jugend gegen das Verbot des linksradikalen Internetportals. Auch die grüne Nachwuchsorganisation argumentierte, Linksunten.indymedia sei eine wichtige Informationsquelle gegen „Rechts“.

Die Aussagen der Jusos und der Grünen Jugend zeigen, wie stark sich linke politische Jugendorganisationen radikalisiert sind und nicht mehr bereit sind, eine deutliche Grenze zum gewaltbereiten Linksradikalismus zu ziehen. 


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